Lasermedizin
In der Gruppe Lasermedizin (Medical Laser Applications) wird sowohl in den Bereichen Diagnostik/Bildgebung als auch in der Entwicklung therapeutischer Methoden geforscht.
Dabei ist der Schwerpunkt auf den Einsatz ultrakurzer Laserpulse (fs-Laser) gerichtet.
Die Vorteile der ultrakurzen Pulse sind dabei die extrem kurze Wechselwirkungszeit, die unerwünschte Nebenwirkungen bei der Bestrahlung von Gewebe weitestgehend unterdrückt, und die Breitbandigkeit des Spektrums, die die Anwendung als Strahlquelle für Bildgebung und Diagnostik im Rahmen der Optischen Kohärenz Tomographie ermöglicht.
Im Einzelnen wird besonderes Augenmerk auf die folgenden Gebiete gelegt:
Für die vitreo-retinale Chirurgie wird ein ophthalmologisches System entwickelt, dass die Aberrationen von Augen mithilfe adaptiver Optik ausgleichen soll, um fs-Laserpulse für einen Photodisruptionsprozess präzise im hinteren Augenabschnitt plazieren zu können. Dies eröffnet eine neue Möglichkeit für die minimalinvasive Therapie zahlreicher Netzhauterkrankungen und Glaskörperpathologien.
Mit breitbandigen Lichtquellen kann durch kohärente Überlagerung ein Blick ins Innere von biologischem Gewebe ermöglicht werden. Wichtige Anwendungsgebiete sind die Diagnose von Stimmlippenveränderungen und die Vermessung der Augenlinse. Zudem kann die OCT bei der Mikrochirurgie mit ultrakurzen Laserpulsen zur Online-Therapiekontrolle genutzt werden.
Während die Anwendung des Ultrakurzpulslaser schnell voranschreitet, ist die Physik der Laser-Gewebe-Wechselwirkung in vielen Bereichen nicht vollständig verstanden. Um hier mit besserem Verständnis die Anwendungen zu unterstützen werden sowohl Grundlagen-bezogene Experimente als auch Simulationen durchgeführt.





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